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2010-141
Geschärfte Sinne am PC
Fans von Actionspielen können Sinneseindrücke effizienter verarbeiten
Regelmäßiges Computerspielen muss nicht zwangsläufig aggressiv und dumm machen: Selbst die umstrittenen Ego-Shooter und andere Actionspiele haben eine positive Seite, wie US-Forscher nun herausgefunden haben: Die Spieler können verschiedene Sinneseindrücke besonders rasch verarbeiten und darauf basierend blitzschnelle Entscheidungen treffen – ohne dass die Geschwindigkeit zulasten der Genauigkeit geht. In den Versuchen der Wissenschaftler trat der Trainingseffekt allerdings ausschließlich bei Actionspielen auf, nicht bei Strategie- oder Rollenspielen. Die Begründung der Wissenschaftler: Sogenannte "Shooter games", bei denen der Spieler ein Gelände erkunden und auf überraschend auftauchende Feinde reagieren muss, seien unvorhersehbar. Daher müsse der Spieler hier alle seine Sinne schärfen.
Ihre verbesserten Fähigkeiten könnten den Spielern auch im Alltag helfen, erklärt Daphne Bavelier: "Das Gehirn stellt ständig Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf. Nimmt man beispielsweise beim Autofahren eine Bewegung auf der rechten Seite wahr, schätzt das Hirn ab, ob man auf Kollisionskurs ist und trifft dann die Entscheidung 'bremsen' oder 'nicht bremsen'."
Nach Einschätzung der Wissenschaftler trainieren die Actionspiele somit Basisfähigkeiten, während die meisten herkömmlichen Lernprogramme lediglich einem bestimmten Muster folgen würden. "Dabei misslingt häufig der Transfer des Gelernten – der Grund, warum die Hälfte der Klasse durchfällt, wenn ein Test auch nur geringfügig vom Übungstest abweicht."
[Quelle: http://www.wissenschaft.de]
mr
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